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Montag, 10. Januar 2011

顾若璞 Gu Ruopu (1592-1681)

和夫子西溪落梅   Nach den Reimen im Gedicht meines Mannes „Pflaumenblüten fallen am West Fluss“

逦迤入西溪, Ein gewundener Pfad führt zum West Fluss hin
溪深深几曲。 Der Fluss ist tief, tief mit manchen Schleifen
断岸挂鱼罾, Am steilen Ufer hängen Fischernetze
茅檐覆修竹。 Strohbedeckte Dachvorsprünge verhüllen den langen Bambus
翠羽何啁啾, Bläuliche Federn, welch Zwitschern und Zirpen
满林香扑簌。 Der Wald ist mit zartem Flattern erfüllt
晴雪飞残英, Wie klarer Schnee fliegen die letzten Blüten
坐爱倾蚁绿。 Ich sitze beglückt und schenke mir Wein ein
鹿门迹未湮, Wenn die Spur nach Lumen noch nicht verschwunden ist
与子同归宿。 Komme ich mit dir zusammen zurück, um zu bleiben

Sonntag, 9. Januar 2011

顾若璞 Gu Ruopu (1592-1681)

长相思                  Unendliche Sehnsucht

春先到。               Der Frühling kam zuerst
愁先到。               Der Kummer kam zuerst
嫩莺故对新丛叫。 Junge Pirole rufen mit Absicht ins Dickicht hinein
懒把云和抱。        Träge halte ich die Zither in meinen Armen

愁先到。               Der Kummer kam zuerst
春先到。               Der Frühling kam zuerst
花轻蝶乱东风袅。 Zarte Blüten und kunterbunte Schmetterlinge schwingen im Ostwind
捻却花相照。        Ich möchte eine Blüte zwischen den Fingern zerreiben, doch die Blüten passen aufeinander auf