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Samstag, 12. Februar 2011

李因 Li Yin (1610-1685)

李因


秋江晚泊               Am Abend auf dem herbstlichen Fluss ankern

石尤风急泊沙湾,  Vorstehende Felsen, heftiger Wind, in einer Sandbucht werfe ich Anker
日落寒江鸥鹭间。  Die Sonne sinkt, inmitten des eisigen Flusses tummeln sich Möwen und Reiher
秋水空明千里月,  Das herbstliche Wasser und der Himmel werden weithin vom Mondlicht bestrahlt
荒烟暝锁万重山。  Und dichter Dunst schließt dunkel die unzähligen Bergketten weg
樵歌野唱犹行路,  Der Brennholzsammler singt ein derbes Lied und geht noch seinen Weg
僧寺残钟独掩关。  Der Mönch im Tempel schließt das Tor zum letzten Klang der Glocke
潦倒篷窗愁客梦,  Entmutigt sitze ich am Fenster des Bootes und träume besorgt von der Reise
漫披诗史手重删。  Dann blättere ich durch Du Fu's Gedichte und schreibe Verse raus

Freitag, 11. Februar 2011

李因 Li Yin (1610-1685)

李因

长安秋日               Herbsttag in Chang‘an

高树秋声入梦迟,  Unter hohen Bäumen dringen die Klänge des Herbstes spät in meinen Traum
夜来风雨簟凉时。  Wenn es Nacht wird, durchkühlen Regen und Wind meine Bambusmatte
季鹰自解归来好,  Es ist die Zeit, in der sich Zhang Han selbst entlassen hat, um nach Hause zu gehen
纵乏莼鲈也动思。  Auch ohne an Barsch und Schleimkrautsuppe zu denken habe ich Heimweh